Posts mit dem Keyword "Web 2.0"

Dieses neue Produkt von Yahoo lässt sich schwer einordnen. Es handelt sich um einen grafischen Editor (Flash), mit dem man hauptsächlich Feeds aber auch andere Web-Services direkt ansprechen und deren Output hintereinanderschalten kann (das Ergebnis nennt sich “Pipe”). Hier ein Beispiel, in dem diverse Websites nach Begriffen durchsucht, die Suchergebnisse gemischt und nach einer Sortierung ausgegeben werden. Das Ergebnis kann man sich dann wiederum als Feed abonnieren. So entsteht mit ein paar Mausklicks der persönliche News-Aggregator.

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Fertige Pipes können gespeichert, veröffentlicht und geklont werden, so dass man bei Pipes anderer Leute nachsehen kann, wie diese erstellt wurden und sie für eigene Zwecke weiterentwickeln kann. Außerdem können fertige Pipes als Baustein in einer größeren Pipe (=Applikation) dienen.

Anleitungen und Reviews bei O’Reilly Radar

 

…außer diesem Interview mit Tim O’Reilly, dem Erfinder des Web 2.0. (Bei dem Zitat handelt es sich übrigens um Sturgeon’s Law, siehe Artikel).

 

Spreeblick kauft Blocks:

Geschäftsführerin Tanja Kreitschmann: „Der Markt ist in Bewegung und Spreeblick ist First Mover. Wir sehen unseren Buy zunächst als Strategic Involvement, aber auch als Future Oriented Investment. Mit der Marke Spreeblick, deren Kern-Task im Writing liegt, haben wir bereits eine Stand-alone-fall-alone Win-Win-Win-Opportunity geschaffen, die am deutschen Markt ihresgleichen sucht und genau deshalb.“

 

Die Bildzeitung für uns Wissensarbeiter, besser bekannt als Spiegel Online, hat ein neues Outfit. Insgesamt wirkt die Site ein wenig aufgeräumter und etwas besser sortiert, von guter Gestaltung kann man aber noch nicht reden. Dank Tagcloud und Videogalerie kommt die Seite möglicherweise sogar durch den Web 2.0 Check (allerdings fehlt die Kennzeichnung “BETA” beim Spiegel-Logo immer noch…)!

Das Hardcore-Surf-Erlebnis bietet jedoch die Spiegel Online Seite von 1996, die das Spiegel Team als statische Seite zur Verfügung stellt. Das muss man gesehen haben… Wusstet Ihr, dass der Spiegel die erste Website eines Nachrichtenmagazins überhaupt hatte?

 

Das schreit nach einem Link: Teleopolis Web 2.0 Parodie, gefunden von Stefan.

 

LogoBasecamp ist ein Projektmanagement-Tool von 37Signals. Die Firma aus Chicago hat in letzter Zeit in der Web 2.0 Community einige Berümtheit erlangt, durch den Erfolg von Anwendungen wie Basecamp, Backpack, Ta-Da Lists - allesamt gut designte, benutzerfreundliche und v.a. schlanke, web-basierte Anwendungen, die AJAX, Tagging, RSS usw. einsetzen.

Alle Tools basieren auf Ruby on Rails, einem Web Development Framework, das von 37Signals entwickelt wurde und derzeit ziemlich gehyped wird. Außerdem hat die Firma auch noch ein Buch zu ihren Leitlinien im Bezug auf Softwarenetwicklung herausgebracht (sehr lesenswert Getting Real) und gibt (teure) Seminare, in denen die Mantras der Firma unters Volk gebracht werden. Kurz gesagt: 37Signals ist angesagt und gut im Geschäft.

Basecamp ist die Vorzeigeanwendung von 37Signals. Das Tool hat nach eigenen Angaben etwa 250.000 User und wurde zunächst nur für den Eigenbrauch der Firma programmiert. Irgendwann wollten die Kunden Basecamp jedoch auch für ihre eigenen Projekte einsetzen und nun kann das Tool von jedermann für 12 bis 99 $ im Monat als “Project Collaboration Tool” eingesetzt werden. (Ich habe die kostenlose Variante ausprobiert, in der die Filesharingkomponente und die Zeiterfassung fehlen.

Die Grundidee der Anwendung ist “Project management is communication” (Kurzfassung) oder “Projects don’t fail from a lack of charts, graphs, or reports, they fail from a lack of communication and collaboration.” (Eine Tatsache, der ich als PM nur zustimmen kann.) Basecamp unterstützt in der Tat hauptsächlich Kommunikation und Kollaboration im Team, im Vergleich zu herkömmlichen Softwares wie Excel und MS Project, die ja nur zur Auswertung von Daten benutzt werden können.

Basecamps Key-Features

  • Übersichtsseite
  • Messageboards und Writeboards
  • To-Do Listen
  • Einfache Kalenderfunktionen
  • Filesharing (nicht in der kostenlosen Variante)
  • Zeiterfassung (nicht in der kostenlosen Variante)
  • Rechtvergabe an User

Übersichtseite

 Auf der Startseite der Anwendung werden überfällige Milestones rot hinterlegt als erstes angezeigt. Gleich darunter die Milestones, die anstehen. Dann folgt eine “What’s fresh”-Liste, die alle letzten Aktivitäten anzeigt, d.h. hinzugefügte und abgeschlossene To-dos, Kommentare, Writeboard-Updates usw. Alle Projektaktivitäten können per RSS-Feed abonniert werden (Web 2.0 Alert!). Außerdem interessant für den Spion in uns ist die Anzeige des letzten Logins der Projektmitglieder.

Messageboards

In frei definierbaren Kategorien können Nachrichten gepostet werden. Interessant ist, dass die Nachrichten Milestones zugeordnet werden können, d.h. Milestones können direkt mit einer Message abgeschlossen werden!. Außerdem gibt es eine Emailbenachrichtigungs- und Kommentarfunktion.

To-do lists

Einfache To-do-Vergabe an alle Mitglieder bzw. Gruppen des Projekts. To-do-Listen können per Drag and Drop in der Reihenfolge sortiert werden. Eine Filterung nach Personen ist natürlich möglich, genauso wie eine Emailbenachrichtigung.

Milestones

Dieser Menüpunkt ermöglicht das einfache Eintragen von Projektterminen in einen Kalender. Man kann bis zu zehn Meilensteine auf einmal eintragen. Es gibt keine Verlaufsanzeige von To-dos oder Tasks, sondern einfach nur Milestones. Gut: Es wird übersichtlich angezeigt, welche Milestones fällig sind und welche noch anstehen. Nett für Mac-Nutzer: Der Kalender kann im iCal-Format exportiert werden. Emailbenachrichtigung und Zuweisung an bestimmte User sind auch hier möglich.

Writeboards

Writeboards sind so etwas ähnliches wie Wiki-Seiten, die mit einer sehr einfachen Syntax formatiert werden können. Es kann festgelegt werden, wer die Seiten editieren darf. Die Änderungen werden in Versionen mitverfolgt und können mit einer “Compare”-Funktion nachvollzogen werden. Ein Export der Seiten als HTML- oder TXT-Datei ist möglich, genauso wie das Kommentieren. Mir ist allerdings noch unklar, wie man Writeboards in Projekten produktiv einsetzen kann.

Weitere Pluspunkte

  • Die Meldungstexte in der Anwendung sind durchweg freundlich und hilfreich (”Just a moment while we load up your Writeboard”, “Every Message needs at least a title”)
  • Der Bereich rechts des Contents ist immer gefüllt mit nützlichen Hilfetexten in natürlicher Sprache (”If you’d like to…”), die mir enorm geholfen haben, die kleinen unterstützenden Features der Anwendung zu entdecken.
  • Das Design skaliert vollständig und funktioniert auch noch bei starkem zusammenschieben des Browsers. Dennoch wird die ganze Screenbreite ausgenutzt. Cool gemacht.
  • Das Design ist über CSS anpassbar und kann gebrandet werden (je nach Payment Plan).

Fazit

Ich würde das Tool gerne einmal in einem echten Projekt ausprobieren. Die Features scheinen mir auf das wesentliche reduziert. Das ganze ist gut erklärt, einfach zu benutzen, schlank und schnell. Die Vorteile mit allen Projektbeteiligten auf so einfache Art und Weise kommunizieren zu können, erscheinen mir plausibel aber das sieht man ja erst, wenn man das ganze mal dem Praxistest unterzogen hat. Wenn ich mich dazu entschlossen habe, werde ich das ganze erneut reviewen.

 

Endlich ein Wort für Navigationssysteme, die auf Tags beruhen und die eine interative Suche beinhalten: Multifaceted Navigation Systems. Gesehen in einem Artikel von Adaptive Path, den UX Gurus (die haben auch den Begriff AJAX erfunden).

 

…wir haben schon länger nichts mehr geschrieben, da uns zum ersten Mal seit der Eröffnung des Accounts, das Flickr Fieber gepackt hat. Es ist schon cool, wie schnell man bei Flickr Kommentare zu den eigenen Bildern bekommt (und wie sehr es einem schmeichelt). Aufmerksamkeit erregt man in der Community am besten, indem man andere Flickr-User als Contacts hinzufügt oder deren Bilder kommentiert.

Ein weiterer Web 2.0 Zeitvertreib ist derzeit Techcrunch für mich. Michael Arrington’s Blog über die frischesten Startups und die neuesten Features etablierter Dienste ist sehr unterhaltsam(noch) , weil man tagtäglich eine Zusammenfassung neuer, skuriller Web 2.0 Ideen bekommt ohne sich die Sites anschauen zu müssen. Manchmal brummt einem zwar der Kopf, wenn man über den x-ten Social Bookmarking Service liest, aber dann kommt dazwischen wieder ein spannendes “Google kauft xy” Gerücht und man ist wieder bei der Stange.

 

Auf dieser Gliederung werde ich meine Präsentation zum Thema Blogs beim Spirit Link Web 2.0 Event am 01.03.2006 aufbauen:

Blogs…

...sind was ganz einfaches:

  • Webseiten, auf denen Postings in chronologischer Reihenfolge aufgelistet sind
  • die neuesten Postings stehen oben!
  • der Begriff kommt von Web-logs, also dt. Internet-Tagebuch

…warum reden wir darüber?

  • weil jeder drüber redet und wir es verstehen sollten
  • weil es etwa 29 Millionen Blogs gibt
  • weil sich die Zahl seit drei Jahren alle fünfeinhalb Monate verdoppelt (jede Sekunde wird ein neuer Blog erstellt)
  • weil pro Stunde etwa 50.000 Postings gebloggt werden

…warum haben Blogs so einen Erfolg?

  • Blogs sind einfach zu erstellen: z.B. bei Blogger oder wordpress.com in fünf Minuten
  • Blog-Postings sind einfach zu schreiben: Blogs basieren auf Mini-CMS wie MovableType oder Wordpress
  • Blogs sind einfach zu finden (I): Google liebt Blogs, denn Blogs vernetzen sich untereinander durch Blog-Suchmaschinen (Technorati, Google Blog Search) und Trackbacks/Pingbacks
  • Blogs sind einfach zu finden (II): über die Blogroll, die Postings und über die Kommentare eines Blogs kann man schnell weitere interssante Blogs finden
  • Blogs sind einfach zu lesen: Alle Blogs sind abonnierbar über RSS-Feeds (Jeder kann sich seine eigene “Infowolke” aus Blogs zusammenstellen)
  • Blogs regen zu Konversationen an: das Gespräch an der Kaffeemaschine findet demnächst im Blog statt

…warum reden alle anderen darüber?

  • Blogs revolutionieren den Journalismus (Graswurzel-Journalismus macht zunehmend Massenmedien-Konkurrenz, “Blogstorms” machen Firmen und Politikiern zu schaffen, manche Blogs erreichen mehr Leser als große Websites)
  • Blogs revolutionieren PR und Marketing (Corporate Blogging, Buch-Empfehlung: Naked Conversations, Website-Empfehlung: BlogwriteforCEOs, Beispiele: Klaus Kleinfeld von Siemens, Robert Scoble von Microsoft)
  • Blogs sind ein neuer Medienkanal, der z.B. Foren & E-Mail-Newsletter ergänzt bzw. ersetzt

…warum mögen die Leute Blogs?

  • Schreiber: Blogs bieten die Möglichkeit einfach und schnell die eigene Meinung zu publizieren. (Jeder darf sich wie ein kleiner Journalist fühlen.) Über Kommentare kann der Schreiber in Kontakt mit seinen Lesern treten. Persönliches Wissensmanagement kann auch eine Motivation sein.
  • Leser: Auf Blogs findet der Leser ehrliche, persönliche und ungefilterte Informationen. Der Leser kann sich per RSS interessante Blogs abonnieren. Über dieBlogroll findet man schnell weitere interessante Quellen (persönliche Qualifikation von Informationen).

…wie macht man einen guten Blog?

  • glaubwürdig, ehrlich, persönlich und natürlich schreiben (keine geschliffenen Pressemitteilungen!)
  • keine Aufsätze online stellen, sondern handliche Postings (dieses Posting ist eindeutig zu lang!)
  • an der Konversation auf dem Blog teilnehmen
  • schnell sein und mindestens einmal täglich posten
  • „linky“ sein, also Links auf interessante Inhalte setzen
  • interessante Inhalte bieten (Bilder, Videos und Podcasts)
  • Zeit zum Bloggen haben

…und was mache ich jetzt?

  • Nach einem interessanten Blog suchen (z.B. bei Technorati oder Google Blog Search, wer keinen Blog findet schaut sich www.gapingvoid.com, meine kurze Blogroll oder die SL-internen Blogs an)
  • Den gefundenen Blog per RSS abonnieren und regelmäßig lesen
  • nach und nach weitere Blogs abonnieren und ggf. uninteressante wieder löschen
  • Für Mutige: Einen eigenen Blog starten z.B. bei Blogger oder wordpress.com

…übrigens:

 

Habe gerade ein sehr schöne Liste zum Einstieg ins Thema Podcasting gefunden und zwar bei Klaus Eck, einem Blogger zum Thema Marketing und PR. Er hat sie von Debbie Weil, die zum Thema Corporate Blogging eine Unmenge an interessanten Materialien zusammen getragen hat. Da gibt es viel zu lesen…