2.02.2007 | von Heiko Pröger
Gestern wollte ich Informationen über einen bestehenden Vertrag bei der T-Com einholen. Dazu muss man wissen, dass wir als Hoteliers nun Geschäftskunden sind. Das lief so ab:
- Zuerst rufe ich bei der auf dem Vetrag angegebenen Nummer des T-Punkts an (Kundenberater), einer “echten” Telefonnummer und bin optimistisch, mit einer “realen” Person sprechen zu können. Leider liefert die Nummer nur eine automatische Ansage, dass sich die Nummer geändert habe. Man solle nun bei einer Hotline anrufen. Nennen wir diese Hotline mal Hotline A.
- Erster Anruf bei Hotline A: Leider handelt es sich bei Hotline A um die Hotline für Privatkunden. Die Mitarbeiter dort haben keinen Zugriff auf Daten für Geschäftskunden (”unter ihrer Kundennummer kann ich nichts finden”). Hotline A gibt mir die Nummer von Hotline B.
- Zweiter Anruf bei Hotline A: Leider hat mir Hotline A nicht die Nummer von Hotline B gegeben, sondern erneut die Nummer von Hotline A, was ich in der Eile nicht bemrkt habe. Nach einigen Minuten mit einer automatischen Ansage und dem netten Gespräch mit einer Betreuerin erfahre ich die richtige Nummer von Hotline B.
- Hotline B stellt sich ebenfalls als Hotline für Privatkunden heraus, was mich zum ersten mal zum Verzweifeln bringt. Denn auch die Mitarbeiter dort haben keinen Zugriff auf meine Daten. Ich gebe auf und versuche mein Glück im Internet. Auf der Website der T-Com finde ich erneut die Nummer von Hotline A, die “für überwiegend geschäftlich genutzte Anschlüsse” zuständig sei.
- Dritter Anruf bei Hotline A: Die jetzige Betreuerin hat wieder keinen Zugriff auf meine Daten, gibt sich aber Mühe und versucht “was herauszufinden”. Nach gefühlten zehn Minuten Warteschleife rückt sie die Nummer eines sogenannten “Firmenteams” heraus.
- Anruf beim Firmenteam: Der dortige Gesprächspartner lästert erst einmal über Hotline A und Hotline B, die ohne Zweifel für mich zuständig seien. “Manchmal denke ich, die haben keine Lust”. Er verweist mich wieder an Hotline A und empfiehlt mir, erst wieder am nächsten Morgen dort anzurufen (es ist 17:15 Uhr) - “dann seien die Chancen besser”. Er gibt mir zur Sicherheit aber auch die Nummer des Chefs der Abteilung die für mich zuständig sei. (Er selbst hatte übrigens auch keinen Zugriff auf meine Daten.)
- Anruf beim Chef: Der “Chef von Hotline A” erweist sich als ein normaler Mitarbeiter in Saarbrücken, der mich darauf hinweist, dass es nicht zulässig sei, direkt bei ihm anzurufen weil es ja die Hotlines gäbe. Aber er erklärt sich bereit mir zu helfen, schließlich seien ja lle etwas durcheinander wegen den Umstrukturieren und so weiter. Er ist der erste Mitarbeiter, der Zugriff auf meine Daten hat und gibt mir die gewünschten trivialen Informationen - Tarifart, Vertragslaufzeit usw. Ich bedanke mich bei ihm und bezeichne ihn als meinen “Retter”.
So, und jetzt muss ich nur noch bei T-Online anrufen, weil man sich über T-DSL Verträge bei der T-Com nicht informieren kann. “Unter dieser Kundennummer kann ich leider nichts finden, die ist von T-Online.”

