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So, jetzt bin ich nach XING auch noch in Facebook. Ich war förmlich gezwungen mir das mal anzuschauen, nachdem Leute wie Robert Scoble und Michael Arrington in den letzten Monaten Facebook das Potential zugeschrieben hatten, das neue Microsoft zu werden. Facebook bietet nämlich eine sehr flexible Plattform, in die Drittanbieter ihre “Apps” einklinken können, was von den Internet-Auguren als sehr mächtig eingeschätzt wird. Diese Apps können von den Facebbook-Usern auf ihren Profilseiten genutzt werden.

Was alles geht, erschließt sich einem Facebook-Neuling wie mir zwar nicht nach dem ersten Login. Spätestens aber nach einer Viertelstunde auf dem Profil von Robert Scoble merkt man, was man alles auf seine Site hinzufügen könnte, wenn man die Zeit dazu hätte: alle möglichen Feeds, Twitter-Messages, Videos, Flickr-Fotos, Umfragen, Diskussionen, Karten, Statusmeldungen, Widgets, Social Networking u.v.m. Das ganze ist gut strukturiert und sieht sauberer aus als MySpace und Co. Xing ist bei weitem nicht so flexibel und cool.

Mal schauen, ob ich mein Profil weiter ausbauen werde, momentan fehlt mir der Anreiz da noch zu wenige Bekannte in Facebook sind. es kann aber gut sein, dass der Trend dahin geht: Scoble hat ein kurzes Video mit Jochen Specht gepostet, einem “Manager for web strategy” bei Siemens. Er sagt, dass bereits 6000 Siemens-Mitarbeiter einen Facebook-Account hätten und sie großes Potential indem Service sehen. Vielleicht sind Robert und Jochen aber einfach nur selbst Facebook-Fans und das war keine offizielle Aussage. Wer weiß…

 

Siemens hat eine neue Global Website, die endlich das alte Fibonacci-Grid über Bord wirft und ein zeitgemäßeres Layout mit schönem großen Bild aufweist. Außerdem hat Siemens den aktuellen Trend “Rettet die Erde, indem ihr weniger Energie verbraucht” nicht verpasst und teasert groß seine CO²-sparende Technologie an. Sogar ein knuddeliger Eisbär ist dann zu sehen.

Allerdings ist die Site unglaublich langsam wenn man sie mit dem Internet Explorer aufruft (im Firefox sind die Wolken nicht animiert, daher funktionieren die Flash-Elemente ohne Probleme) und es ist auch nur die erste Ebene schön - klickt man z. B. in Products & Solutions einen Unterbereich an, landet man wieder auf den altbekannten Siemensseiten. Außerdem finden sich mindestens ein toter Link auf der Homepage, ausgerechnet zum Thema Business Information Management (unter Products & Solutions, Information & Communications, Business Solutions, Business Information Management).

Die Ideenfindung zur neuen Site dürfte nicht allzu schwer gefallen sein, schaut man sich mal die Homepage von Hauptkonkurrent GE an. Allerdings kann man bei denen bis in die dritte Ebene klicken, ohne dass sich das Design groß ändert. Daran muss Siemens noch etwas arbeiten.

Update: Hier gibt’s auch neue Content-Seiten http://www.industry.siemens.com/marine/en/index.htm

 

Klaus Eck hat einen sehr interessanten Artikel über die weitere Blogging-Strategie bei Siemens geschrieben. Nach der Insolvenz von Benq waren ja negative Kommentare aus dem persönlichen Blog von Klaus Kleinfeld (nur im Siemens Intranet) über Spiegel Online in die Medien geraten, was nicht unbedingt auf eine positive Zukunft des Mediums bei Siemens schließen ließ.
Dem Bericht zufolge, der sich auf ein Gespräch mit Christian Kuhna bezieht, dem Leiter “Corporate Messages” bei Siemens (was auch immer das bedeutet), hat Blogging allerdings eine vielversprechende Zukunft vor sich. So sollen sich unter anderem Forschungsgruppen über das Medium vernetzen. Außerdem soll es allen Mitarbeitern ermöglicht werden, im Intranet zu bloggen. Die Zentrale möchte dadurch Themen finden, die das Unternehmen bewegen.