Sharepoint1.jpgEin weiterer Teil aus dem Vortrag von Judith Schütz war die kritische Betrachtung einiger Mythen, die Sharepoint vorauseilen:

  • “Sharepoint ist so toll, so modular, so gut anzupassen usw. wir können alles machen”
    Durch diese weit verbreitete Auffassung besteht die Gefahr, viel zu schnell in ein Projekt zu gehen, ohne die Projektziele genau geklärt zu haben. Auf jeden Fall sollte man Workshops mit den Stakeholdern veranstalten, um sich klar zu werden, was überhaupt erreicht werden soll.
  • “Sharepoint ist den Usern vertraut, da die User Microsoft Office kennen”
    Das stimmt für einzelne Funktionen. Jedoch ist Sharepoint ein Tool zur Unterstützung von Arbeitsabläufen. Und diese ändern sich durch Sharepoint grundlegend und erfordern dementsprechenden Schulungsbedarf.
  • “Sharepoint ist schnell eingeführt”
    Der Teufel liegt im Detail; wenn man genau verstehen will, wie die User arbeiten und sie optimal unterstützen möchte, kann die Einführung von Sharepoint sehr zeit- und ressourcenintensiv werden.
  • „Sharepoint spart Speicherbedarf”
    Da die Arbeit mit Fileshares reduziert wird, kann Sharepoint in der Tat Speicherplatz einsparen. Benutzt man allerdings die Möglichkeiten der Offline-Synchronisation kann Sharepoint allerdings nach einiger Zeit wesentlich mehr Speicherplatz verschlingen. Dies macht striktes “Lifecycle Management” nötig. So sollte es z.B. einen Prozess zur Löschung ungenutzter Workspaces geben.
  • “Sharepoint vereinfacht die Organisation, also brauchen wir keine Organisationsrichtlinien und Arbeitsmethoden mehr”
    Auch das stimmt nicht. Sharepoint ist ein statisches Instrument und alles was rundherum passiert, spiegelt sich darin. “Mist in, Mist out” gilt auch für Sharepoint.
 

Ein Kommentar zu “Sharepoint - Dichtung und Wahrheit”

controllingthemes meint:
3.05.2007 | 4:49 pm

…sehr schöner Artikel, wichtig ist auch, dass es bei dem Einsatz von Sharepoint eine Organisation gibt, die bereit ist, sich auf neue Technologien einzustellen, ansonsten scheitert die Umsetzung auch kleiner Projekte ohne Roll Out support an den systemimanenten Widerständen der Organisation i.S.v. “wir hatten doch schon ein Tool…”

 

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