citronat

Infographic Videos …

.. sind einfach gut! So werden Informationen lebendig und für den Betrachter leicht verständlich! Besonders wenn es um trockene Politik geht…

March 29, 03:41 PM

Buchtipp: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Gerade habe ich den Bestseller von Richard David Precht fertig gelesen. Ich habe ewig gebraucht (bestimmt ein halbes Jahr), weil die kurzen Kapitel dazu verleiten, das Buch in Portionen zu lesen.

Alle Kapitel befassen sich mit einer philosophischen Frage und sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: zuerst wird eine Anekdote aus dem Leben des Autors oder eines Philosophen erzählt, bevor dann der Bogen zum eigentlichen Thema geschlagen wird. Dieses Thema wird dann aus allen Blickwinkeln betrachtet.

Precht hat einen kurzweiligen, humorvollen und geistreichen Schreibstil, der mir an vielen Stellen viel Spaß bereitet hat. Allerdings wird es manchmal auch sehr detailliert, so dass man sich fragt, was die ein oder andere Einzelheit aus dem Leben des Philosophen xy mit dem Thema zu tun hat.

Spätestens ab der Mitte des Buches wird es dann richtig spannend. Hier geht es um philosophische Fragen, die unseren Alltag betreffen wie z.B. ob es überhaupt eine moralische Rechtfertigung gibt, dass wir Fleisch essen (Nein) oder was Liebe überhaupt ist (sehr komplex…). Abschließend werden auch die großen Themen besprochen, wie z.B. die Frage nach dem Sinn des Lebens oder nach dem Wesen des Glücks. Hier scheut sich Precht nicht, auch mal Monty Python zu Wort kommen zu lassen. 

Das Gute an dem Buch ist, dass sich Precht bei der Besprechung der Fragen nicht auf Philosophen beschränkt, sondern immer auch Soziologen und Naturwissenschaftler (v.a. Hirnforscher) zu Wort kommen lässt, und zwar mit neuesten Erkenntnissen. So gewinnt man wirklich einen umfassenden Überblick und kann sich selbst eine Meinung bilden.

June 14, 03:51 PM

lamm-mosbach.de bei CSSmania gelistet

Ende letzter Woche wurde die Website unseres Hotels bei cssmania.com gelistet. Seitdem haben wir bis zu 1.000 Besucher pro Tag (vorher 50). Und was noch lustiger ist: Die Website verbreitet sich in allen möglichen Designportale bis nach China. Hier der cssmania-Screenshot und drunter der Screenshot aus einer chinesischen Seite (Screenshot Nr. 29).

Cool, oder?

March 04, 03:04 PM

Die Mondscheinsucher


Heute habe ich endlich ein Buch fertig gelesen, das mich ein Vierteljahr beschäftigt hat: „Die Mondscheinsucher – Mathematiker entschlüsseln das Geheimnis der Symmetrie“ von Marcus du Sautoy (im Original „Finding Moonshine“).

Du Sautoy schildert die bewegte Geschichte der Mathematik anhand seines eigenen Fachgebiets, der Gruppentheorie oder laienhaft ausgedrückt, der Symmetrieforschung. Das ist überraschend interessant, denn hinter den ganzen obskuren Formeln, die wir alle in der Schule zur Lösung von Gleichungen 2. oder 3. Grades (also x², x³ usw.) gelernt haben, stehen menschliche Dramen – angefangen bei den armen Mathematikern früherer Jahrhunderte, die keine geeigneten mathematischen Werkzeuge hatten bis hin zu jenen, denen der Ruhm für die Entdeckung einer Formel verwehrt blieb. Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht und ich habe oft gedacht, dass die eine oder andere Anekdote aus dem Buch den Schulunterricht sicher auch für Matheallergiker interessanter gemacht hätte.

Die Abschnitte zur Symmetrieforschung sind auch ganz interessant, aber verstanden habe ich diese – anfangs einfache und später unglaublich komplexe Thematik – nicht wirklich. Es geht darum, symmetrische Objekte (also z.B. einen Würfel) zu bestimmen bzw. die Symmetrien von Objekten zu zählen (die so genannten Gruppen). Leider gibt es nicht besonders viele praktische Anwendungen dieser Forschung im Alltag eines normalen Menschen. Die Symmetrieforschung dient eher als Grundlagenforschung für Mathematiker und Physiker.

Die Gruppentheoretiker, von denen im Buch die Rede ist, haben ihr ganzes Leben der Suche nach Symmetriegruppen verschrieben. Die Zahl dieser Gruppen ist endlich und bis alle gefunden waren vergingen Jahrhunderte. Erst vor 30 Jahren war die Suche mit der Entdeckung des so genannten “Monsters” abgeschlossen – ein supersymmetrisches Objekt im 196883-dimensionalen Raum). Es brauchte einige sehr skurrile Typen und enormen Einsatz, um in diese mathematischen Sphären vorzudringen. Allein mal gesehen zu haben, zu welchen gedanklichen Leistungen diese Wissenschaftler fähig sein, hat das Buch für mich lesenswert gemacht.

Ach ja, was der Mondschein ist? Nun, das steht im letzten Kapitel des Buches, d.h. wer sich das Vergnügen nicht verderben will, sollte nicht weiterlesen.

Vor etwa 10 Jahren wurde die Verbindung des Monsters bzw. der Gruppentheorie mit der Stringtheorie aus der Physik nachgewiesen, welche wiederum Relativitätstheorie und Quantenphysik miteinander verbindet. Diese Verbindung ist sehr mysteriös und lässt einige Wissenschaftler darüber spekulieren, ob hier eines der inneren Geheimnisse des Universums zutage gefördert worden ist. Das „Monster“ so sagen sie, hat wie der Schein des Mondes, ein wenig Licht auf die verborgenen Geheimnisse des Universums geworfen.

Du Sautoy ist Mathematikprofessor an der Universität Oxford und seit Oktober 2008 Nachfolger von Richard Dawkins als „Professor for the Public Understanding of Science“.

January 25, 03:19 PM

Browsershots.org

Ein Online-Dienst, der Screenshots von Webdesigns in zig Browsern macht. Dauert zwar ne Weile, ist aber ganz lustig, was z.B. die Linux-Browser aus einem schönen IE-Layout machen…

December 18, 10:15 AM

Mal ‘ne lustige IT-Fehlermeldung

Gerade eben gehabt auf wordpress.com:

Schön, oder?

November 18, 09:08 AM

Schlüsselsuche unter der Laterne

Das bekommt mir sehr bekannt vor, vor allem aus Beratungssituationen: Die Tatsache, dass man immer wieder versucht ist, sein eigenes Wissen auf das zu lösende Problem eines Kunden zu pressen anstatt offen und frei die bestmögliche Lösung für das Problem zu suchen. (Natürlich geben Kunden auch manchmal schon einen engen Korridor vor, so dass man dazu gar nicht die Chance bekommt.)

Meine Aufgabe als Projektmanager sehe ich darin, das zu vermeiden, mit einem möglichst freien Kopf an die Dinge ranzugehen und nach Bedarf Spezialisten dazuzuholen. Dazu braucht man natürlich vielfältige Erfahrung (sonst ist man wieder zu eingeengt) und vor allem ein breit aufgestelltes Team (womit wir bei Spirit Link zum Glück gesegnet sind), deren Kompentenzen und Fähigkeiten man kennen muss.

September 18, 07:00 AM

Die Finanzkrise anschaulich dargestellt…

…findet man hier bei der New York Times. Neu ist diese Art der Darstellung nicht, aber ich finde gerade im Finanzbereich oder, allgemeiner gesprochen, wenn’s um Zahlen geht, diese Art des Informationsdesigns sehr passend.

September 17, 06:47 AM

Social Media Newsroom

Interessante Wort- und Begriffsschöpfung der Agentur achtungkommunikation: der Social Media Newsroom. Es handelt sich um einen supervernetzten Blog, der klassische Pressemeldungen über alle nur denkbaren Web 2.0-Kanäle (Bilder über Flickr, PDFs über scribd, PPTs über slideshare, Links über Mister Wong, Filme über YouTube) verteilt und somit die Zugänglichkeit der Informationen erleichtert. Bestes Beispiel ist der eigene Social Media Newsroom der Agentur.

September 09, 06:35 AM

Guter Service

Kürzlich meldete sich 1&1 bei uns mit einem Brief zum Ende unserer Vertragslaufzeit. Man bot uns einen neuen Vertrag an und zwar deutlich günstiger und mit besseren Leistungen. Der Brief überzeugte und alles was ich tun musste, war eine Website aufzurufen, einen Aktionscode einzugeben und die Sache war in Gang gesetzt. Die einzige analoge Tätigkeit war das Fax zur Übertragung des Festnetzanschlusses. Einfach, oder?

Natürlich hat die reale Umstellung vor ein paar Tagen nicht ganz so reibungslos geklappt. Zum einen will die Telekom ihren Anschluss nicht so schnell aufgeben, weshalb es jetzt für eine Zeit zu einer Doppelabrechnung kommen wird. Diese Kosten wird mir 1&1 aber gutschreiben, dass stand schon in dem Aktionsbrief. Außerdem muss ich mich um nichts kümmern, da 1&1 den Umzug übernimmt.
Zum anderen war unser DSL am Tag der Umstellung komplett weg. Als das passierte, hatte ich nach 2-maligem Klingeln (!) einen echten, menschlichen Servicemitarbeiter am Telefon (!), der Zugriff auf meinen Vertrag hatte (!) und sehen konnte, was die Techniker bereits getan hatten. Darüber hinaus, gab man mir noch die Nummer von “der Technik”, wo mich auch gleich jemand beruhigen konnte.

Was lernen wir daraus? Man verkauft am ehesten was, wenn man es dem Kunden einfach macht, ihm unangenehme Tätigkeiten abnimmt und immer schnell ereichbar ist, wenn Probleme auftreten.

August 02, 02:36 AM

Google Health

Google hat mal wieder ein neues Produkt: Google Health (Quick Tour). Ein Tool, um eine persönliche Gesundheitsakte anzulegen, inklusive automatischem Nebenwirkungscheck für Medikamente, die man selbst einnimmt, und anderen Späßen. Gefunden hier.

May 20, 03:48 PM

Common Craft

Der Dienstleister Common Craft erklärt mit kurzen, leicht verständlichen Videos, die sehr einfach gemacht sind (Papierschnipseloptik), nicht ganz so einfache Themen. Nette Geschäftsidee…

Gesehen bei Smashing Magazine

February 07, 12:57 PM

Twine: Das semantische Web lebt

Schon oft gehört, aber noch nie wirklich verstanden, was es mit dem “semantischen Web” auf sich hat? So ging es mir, bis ich das Video über Twine.com gesehen habe.

In Kürze: Im Web, wie wir es kennen, ist eine “Page”, also eine einzelne Webseite, eine Einheit. Im semantischen Web kann alles zu Einheiten werden. Twine will diese Einheiten automatisch erkennen und weiterverarbeiten. So will es beispielsweise Bookmarks (z.B. aus del.icio.us), Bücher (z.B. Amazon), Fotos (z.B. Flickr), Texte (z.B. Wikipedia), Profile (z.B. XING) aufnehmen können und diese Informationseinheiten auch weiterhin als Bookmark, Foto, Profil usw. behandeln und vernetzen. Ziel ist dabei, die Content-Silos, die durch viele Einzelapplikation aufgebaut werden, horizontal zu vernetzen.

Hört sich furchtbar abstrakt an. Im Video wird Twine allerdings schon gezeigt (ist noch in geschlossener Testphase). Wirkliche Vorteile bringt das glaube ich v.a. bei der Suche nach persönlich relevanten Informationen. Überzeugt euch selbst - im Film wird es anhand des Beispiels einer Community, die über Twine aufgebaut wird, deutlicher.
PS: Das semantische Web heißt jetzt übrigens “Web 3.0″

January 03, 12:24 PM

Google Knol: Mix aus Blog und Wiki

Google hat mit dem Projekt Knol (noch nicht öffentlich zugänglich) einen interessanten Schritt vor - ich würde es mal als eine Vermischung der Konzepte von Blogs und Wikis beschreiben.

Das ganze soll so funktionieren:

  • Experten erhalten die Möglichkeit, einen Artikel über ein Thema zu schreiben. Als wichtige Zielgruppe werden Wissenschaftler genannt.
  • Anders als beim traditionellen Wiki (wo die Autoren keine Rolle spielen), werden sie als Experte groß mit Foto neben dem Artikel angezeigt, was natürlich für Motivation sorgt. Ein Artikel hat nur einen Autor, der den ganzen “Ruhm” abbekommt. Sollte es mehrere Artikel zum gleichen Thema geben, meint Google “Competition of ideas is a good thing”. In diesen Punkten ähnelt das System dem von Blogs, bei denen ja auch die Persönlichkeit und die Autorität des Autors eine wichtige Rolle spielen.
  • Andere User können Artikel kommentieren, zusätzlichen Content hinzufügen, Fragen und Verbesserungsvorschläge posten.
  • Der Artikel kann auch von anderen Usern bewertet werden und soll nur ein Thema haben. Da sich daraus ein ähnliches Nachschlagewerk wie Wikipedia entwickeln könnte, wird das System bereits als möglicher Konkurrent aufgebauscht.
  • Google will die gut bewerteten Artikel in seinen eigenen Suchergebnissen entsprechend hoch platzieren. Außer der Berwertung wird es auch die Möglichkeit geben, Rezensionen zu schreiben.
  • Neben dem Aufbau der “Online-Reputation”, gibt es auch noch einen finanziellen Anreiz für den Autor eines Artikels. Google plant, die Erlöse aus Anzeigen, die neben einem Artikel platziert werden sollen, mit dem Autor des Artikels zu teilen. Der Autor soll selbst entscheiden, ob er Anzeigen zulassen will oder nicht. (Ein interessanter Punkt von Martina: Führt der finanzielle Anreiz nicht dazu, dass es tendenziell mehr Artikel über Themen wie “Tokio Hotel” geben wird im Vergleich zu Artikeln über “Sklaverei in Indien und Pakistan”?)

Ließe sich dieses Konzept eventuell auch auf die Unternehmenswelt übertragen, beispielsweise zum Aufbau eines internen Informationsmanagements? Auf den ersten Blick erscheint dies schwierig, da der finanzielle Anreiz nicht in der gleichen Form geboten werden kann. Außerdem suggeriert die Form des Fachartikels, dass es sich um eine freigegebene, “offizielle” Information handeln könnte.

Es wird also interessant zu sehen, welche Motivationshilfen Google im Laufe der Zeit einsetzen wird. Ich bin gespannt, wann entsprechende Ansätze aus der Unternehmenswelt bekannt werden.

Via Klaus Eck

December 19, 05:49 AM

Infografik-Video

Royksopp - Remind Me ist ein Musikvideo voller animierter Infografiken. Hier gibt es viel zu entdecken…

December 05, 11:21 AM

Popstars - Die Prognose


Falls ihr es noch nicht wusstet: Ja, wir schauen “Popstars” - diese Perle des deutschen Casting-TVs (jetzt isses raus).

Uns fasziniert, dass sich immer noch jede Menge junger Menschen finden, die mit erheblichem Ehrgeiz an einem schier endlosen, im zeitlichen Nichts stattfindenden Auswahlprozess teilnehmen und meinen, dass sie dann eine große Karriere erwarte. Die Aussicht in die “großen Fußstapfen” von Bands wie No Angels, Preluders, Bro’Sis, Monrose und nicht zuletzt Nu Pagadings treten zu können, treibt sie durch Casting, Recall, Re-Recall, Bandhaus 1-3, Themenshows, Auslandsauftritte, “Entscheidungsshows”, “Countdownshows” schließlich bis ins Finale.

In Wirklichkeit werden sie lediglich für die Dauer der Staffel zu “Stars”, denn man fiebert mit ihnen wenn der strenge Zuchtmeister Detlef D! Soost sie abbügelt, anbrüllt und zusammenstaucht oder der “Erfolgsproduzent” Dieter Falk mal wieder ein Konzert absagen will, weil die Leistungen der Kandidaten angeblich zu schlecht sind (natürlich nur zur Förderung der Motivation). “Brüll denen doch mal deine Meinung ins Gesicht!” will man den Kandidaten zurufen, wenn Jane Comerford (Sängerin der Band Texas Lightning) blutleere “Performances” beklagt oder wie eine Grundschullehrerin die sozialen Prozesse innerhalb der zusammengewürfelten Kandidatengruppen analysiert.

Gestern abend gab’s mal wieder großes Kino, denn es ist - endlich - der schöne Fabrizio rausgeflogen, der nie wirklich eine Chance hatte, da er - man muss es einfach so hart sagen - lispelt. Er hat sich zwar enorm reingehängt, aber es war immer klar, dass er es nicht bis ins Finale schaffen würde. Unter Tränen und vor seinen extra angereisten (700km!), sehr italienisch aussehenden Eltern war in der “vorletzten Entscheidungsshow vor dem Finale” (Pro7) Schluss.

Bleiben bei den Jungs noch Cristobal, Julian, Sascha und Norman und bei den “Mädels” Jenny, Marcella und Tialda. Als nächstes fürfte Norman fliegen. Er ist Holländer und singt fantastisch, aber Dieter Falk wird sagen, dass er “einfach nicht in das Konzept der Band, welche ja der geilste Live-Act Deutschlands werden soll” passe, da er eine fantastische Stimme und eine super Ausstrahlung habe und viel besser zum Solokünstler geeignet sei, als sich in einer Gruppe namenloser Nobodies einzureihen. (Naja, ganz so wird es nicht sagen, aber so ähnlich). Man wird ihm also nahelegen, eine Solokarriere zu starten und nie wieder von ihm hören.

Das gleiche gilt bei den Mädels für Tialda, die genauso wie Norman im holländischen Auslandsasting dazugekommen war. Jenny und Marcella haben einfach viel weniger Ausstrahlung und passen daher viel besser in die Popstars-Retorten-Band, bei der es keine Charakterköpfe geben darf.
Offen ist also nur, wer von den Jungs noch im Finale rausfliegen wird. Unserer Prognose nach wird das Cristobal sein, da er irgendwie reifer wirkt als der Justin Timberlake Verschnitt Julian und der grüblerisch-aufbrausende Sascha, der sich bereits mehrfach mit D! angelegt hat. Daher dürften ihm bei den final abstimmenden “SMS-Votern” entscheidende “Votes” fehlen.

Die Popstars-Band 2007 wird demnach aus Jenny, Marcella, Sascha und Julian bestehen. Wie hieß die neue Band gleich nochmal? Ich weiß es jetzt schon nicht mehr.

Zum Einstieg: Die Popstars bei Pro7, Auf YouTube

November 16, 01:04 PM

Getuntes Baby

Da unser Sohn Jonas momentan unter der Neugeborenenakne leidet, musste ich mit Photoshop etwas nachhelfen…

Er ist natürlich auch so für uns das schönste Kind der Welt!!!

November 11, 11:41 AM

Open Social

Google hat eine Initiative namens Open Social vorgestellt, die alle möglichen Social Networks verknüpfen soll. So’ne Art Facebook, nur halt “open”. Marc Andreesen (ja, der von Netscape) kann es besser erklären. Ist das das Web 3.0?

October 31, 08:47 AM

Die Verstärkung ist da…

Seit dem 30.09.2007 sind wir nun zu dritt! Unser Sohn Jonas hat das Licht der Welt erblickt und bereits einige Spuren in unserer Wohnung hinterlassen…

Dankeschön an dieser Stelle für die lieben Glückwünsche, die wir erhalten haben!

October 29, 06:49 AM

Zivilcourage

October 24, 07:43 AM

Simpsonize Me

Heute mal eine kleine Spielerei… Probiert mal den Simpsonizer aus - der macht vollautomatisch einen Simpsoncharacter aus einem Portraitfoto von Euch (im Gegensatz zum Southpark Studio, das ihr vielleicht schon kennt, bei welchem man den Character selbst erstellen muss). Bei unseren Fotos hat es sehr gut funktioniert, wie man an den lustigen Ergebnissen unschwer erkennen kann…

September 28, 12:18 PM

“10 Usability Nightmares” und: “Wie man Daten verhunzt - garantiert”

Smashing Magazine hat einen Artikel mit zehn Usability-Fehlern zusammengestellt, die man unbedingt vermeiden sollte. Die meisten sind natürlich bekannt, aber es ist immer wieder gut, sich an diese zu erinnern und sie im Hinterkopf zu behalten! Meine Lieblingsregel: Avoid visual noise - often less is more.

Wer hingegen absichtlich gegen gute Designprinzipien verstoßen möchte, dem seien die zwölf Richtlinien zum effektiven Verhunzen von Daten (Teil 1, Teil 2) ans Herz gelegt. Meine Lieblingsregeln: “Emphasize the trivial (ignore the important)” und “If it has been done well in the past, think of another way to do it.” (Dank an Sebastian)

September 27, 12:08 PM

Fight for kisses

Da kann sich Heiko aber auf etwas gefasst machen… Am besten, er fängt schon mal mit dem Trainieren an - für den “Kampf um Küsse“! Super Trailer, echt witzig!

September 27, 11:47 AM

Let’s talk about babies…

Jetzt einmal zu einem ganz anderen Thema… Demnächst bekommen wir nämlich Nachwuchs. Und darauf muss man natürlich vorbereitet sein. Vielleicht interessiert Euch das Thema ja auch oder Ihr bekommt Lust darauf, wenn Ihr die folgenden Links durchstöbert…

Im folgenden ein paar Babydeko- / Babyausstattungslinks der besonderen Art:

www.nostalgieimkinderzimmer.de
Schöne Spielzeuge und vieles mehr im Nostalgie-Look. Am süßesten finde ich den Häkel-Terrier Fritz

www.applepiedesign.be
Dieser Anbieter verkauft Wandtattoos. Es gibt eine spezielle Kinderkollektion (danke an Kirsten L. für den Link).

www.jacadi.fr
Ein sehr teurer französischer Babyausstattungsladen - dafür hat er aber auch wirklich nette Sachen zu bieten…

www.decor8.blogspot.com
Dies ist ein Blog rund ums Thema “Dekoration”. Dieser Link hat eigentlich nichts mit Babies zu tun. Man kann sich hier aber gute Anregungen für Muster, Tapeten, Stoffe, etc. holen…

www.etsy.com
Immer eine gute Adresse für besondere Stücke… Natürlich gibt es eine Babyecke.

Und hier die vielen Baby-Eltern-Erziehungs-Entwicklungs-Bücher, die wir als gut befunden und wissensbegierig (weil Anfänger) verschlungen haben:

- “Das Papa-Handbuch” von Robet Richter und Eberhard Schäfer
- “Vornamen von beliebt bis ausgefallen” von Cornelia Nitsch
- “Das große GU Baby Buch” von Birgit-Sesterhenn und Dr. med. Manfred Praun
- “Oje, ich wachse!” von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij
- “Babyjahre” von Remo H. Largo
- “Jedes Kind kann schlafen lernen” von Dipl.-Psych. A. Kast-Zahn und Dr. med. H. Morgenroth

Nicht erschrecken! Das ist eine ziemlich lange Liste - wir haben aber nicht alle selbst gekauft, sondern auch welche von “Experten” geschenkt bekommen… Jetzt kann also nichts mehr schiefgehen!

September 20, 01:17 PM

History Information Graphics

12 verschiedene Informationsgrafiken zum Thema Geschichte gibt es bei HistoryShots zu bestaunen und als Poster zu bestellen… So schön kann Geschichte sein…

Gesehen bei Smashing Magazine

September 19, 07:49 AM

Googeln ist out - Schäubeln ist in

Endlich kann man jetzt auch legal Computer durchsuchen… mit der neuen Schäuble-Suchmaschine

September 15, 06:33 AM

Papst, Aids, Kondome

(wenn die Überschrift nicht Traffic bringt…)

Gestern war der Papst in Wien und hielt eine Rede. Darin ging es unter anderem um Afrika und Aids. Zwischendurch spielte ein Quartett klassische Musik. Martina und ich hatten auf einmal eine lustige Schreckensvision: Mal angenommen in fünf Jahren vermarktet Google Fernsehwerbung. Es würde sofort in der Musikpause ein 30-Sekunden Werbespot eingeblendet. Vollautomatisch und kontextsensitiv - versteht sich. Was wäre das wohl? Durex- und Condomi-Reklame?

September 08, 03:33 AM

The updown.com

Michael Reich, ein ehemaliger Kollege / Chef von uns bei Spirit Link studiert seit einer Weile an der Harvard Business School. Anstatt zu studieren hat er jetzt ein Startup gegründet, das als “Facebook für den Aktienmarkt” beschrieben wird: The Updown Investment Community. Schaut euch am besten das Video auf YouTube / CNBC an.

September 08, 03:21 AM

Kreatives Lesen

Da ich ja nun im Mutterschutz bin und man sich als werdende Mutter entspannen, zurücklehnen und viel lesen soll habe ich mich nach ein paar interessanten Büchern umgesehen… Die Liste wird bestimmt noch länger (falls das Kleine nicht zu früh auf die Welt kommen möchte).

Uncreditedvon Gemma Solana und Antonio Boneu

Ich habe mich schon immer für Filmvorspänne interessiert und mich gewundert, warum keine Oscars für die besten kleinen Kunstwerke verliehen werden. Endlich gibt es wenigstens ein Buch dazu (inklusive DVD), damit die Filmvorspannkreativen auch mal Credits für Ihre Arbeit bekommen…

Der Weg des Künstlersvon Julia Cameron

Immer wieder spielt man mit dem Gedanken, einen Füller in die Hand zu nehmen und einfach darauf loszuschreiben. Aber meistens scheitert man an einer inneren Barriere, die einen daran hindert, irgend etwas auf ein leeres Blatt Papier zu bekommen. Julia Cameron gibt parktische Tipps und Anregungen, wie man diesen inneren, kreativitätstötenden Schweinehund eliminieren kann: z.B. mit den “Morgenseiten” (man soll jeden Morgen drei Seiten ohne Nachdenken herunterschreiben) oder mit dem “Künstlertreff” (man soll mind. ein Mal pro Woche rausgehen und etwas tun, das einen inspiriert). Das sind interessante Kreativitätsübungen, nicht nur für schreibende Künstler, sondern auch für malende, musizierende oder “digitale”…

Learning to love you morevon Miranda July und Harell Fletcher

Ein Buch zum Schmunzeln, das die Kreativität anregt. Man nimm sich einfach eine der Aufgaben im Buch vor und lässt seinen Ideen freien Lauf. Die Ergebnisse anderer Leser kann man im Internet bestaunen.
Mach doch auch mal…
… ein Gemälde von einem Poster, das Du mal als Teenager besessen hast
… ein Foto von unter Deinem Bett
… eine Zeichnung von einer Filmszene, bei der Du weinen musstest
… usw.

September 04, 04:23 AM

Bin jetzt auch in Facebook (so wie 6000 Siemens-Mitarbeiter)

So, jetzt bin ich nach XING auch noch in Facebook. Ich war förmlich gezwungen mir das mal anzuschauen, nachdem Leute wie Robert Scoble und Michael Arrington in den letzten Monaten Facebook das Potential zugeschrieben hatten, das neue Microsoft zu werden. Facebook bietet nämlich eine sehr flexible Plattform, in die Drittanbieter ihre “Apps” einklinken können, was von den Internet-Auguren als sehr mächtig eingeschätzt wird. Diese Apps können von den Facebbook-Usern auf ihren Profilseiten genutzt werden.

Was alles geht, erschließt sich einem Facebook-Neuling wie mir zwar nicht nach dem ersten Login. Spätestens aber nach einer Viertelstunde auf dem Profil von Robert Scoble merkt man, was man alles auf seine Site hinzufügen könnte, wenn man die Zeit dazu hätte: alle möglichen Feeds, Twitter-Messages, Videos, Flickr-Fotos, Umfragen, Diskussionen, Karten, Statusmeldungen, Widgets, Social Networking u.v.m. Das ganze ist gut strukturiert und sieht sauberer aus als MySpace und Co. Xing ist bei weitem nicht so flexibel und cool.

Mal schauen, ob ich mein Profil weiter ausbauen werde, momentan fehlt mir der Anreiz da noch zu wenige Bekannte in Facebook sind. es kann aber gut sein, dass der Trend dahin geht: Scoble hat ein kurzes Video mit Jochen Specht gepostet, einem “Manager for web strategy” bei Siemens. Er sagt, dass bereits 6000 Siemens-Mitarbeiter einen Facebook-Account hätten und sie großes Potential indem Service sehen. Vielleicht sind Robert und Jochen aber einfach nur selbst Facebook-Fans und das war keine offizielle Aussage. Wer weiß…

August 01, 03:10 AM

Siemens stellt neue Global-Website online (und die ist laaaaangsam)

Siemens hat eine neue Global Website, die endlich das alte Fibonacci-Grid über Bord wirft und ein zeitgemäßeres Layout mit schönem großen Bild aufweist. Außerdem hat Siemens den aktuellen Trend “Rettet die Erde, indem ihr weniger Energie verbraucht” nicht verpasst und teasert groß seine CO²-sparende Technologie an. Sogar ein knuddeliger Eisbär ist dann zu sehen.

Allerdings ist die Site unglaublich langsam wenn man sie mit dem Internet Explorer aufruft (im Firefox sind die Wolken nicht animiert, daher funktionieren die Flash-Elemente ohne Probleme) und es ist auch nur die erste Ebene schön - klickt man z. B. in Products & Solutions einen Unterbereich an, landet man wieder auf den altbekannten Siemensseiten. Außerdem finden sich mindestens ein toter Link auf der Homepage, ausgerechnet zum Thema Business Information Management (unter Products & Solutions, Information & Communications, Business Solutions, Business Information Management).

Die Ideenfindung zur neuen Site dürfte nicht allzu schwer gefallen sein, schaut man sich mal die Homepage von Hauptkonkurrent GE an. Allerdings kann man bei denen bis in die dritte Ebene klicken, ohne dass sich das Design groß ändert. Daran muss Siemens noch etwas arbeiten.

Update: Hier gibt’s auch neue Content-Seiten http://www.industry.siemens.com/marine/en/index.htm

July 31, 10:46 AM

Web 2.0 Trend Map

Für alle, die sich mal wieder einen Überblick übers Web 2.0 verschaffen wollen, hier ein sexy und super-übersichtliches Deliverable von ganz fleißigen Informationsarchitekten.

July 24, 10:19 AM

Körperschaftliches Bulletin

Wer errät, was das auf Englisch mal hieß (bevor jemand mit Babelfish die ganze Site von Enigmind übersetzt hat)? Auch gut: “Studierte Fälle”… - fast schon wieder sympathisch dieses Automatendeutsch.

July 17, 02:30 AM

Offline Webanwendungen

Liebe Techniker, was bedeutet es wenn sich zwei Giganten wie Google und Adobe zusammentun, um an einem Toolkit für offline Webanwendungen zu arbeiten? Geht das dann in die Richtung von Eclipse RCP?

Update: Schöne Zusammenfassung der aktuellen Techniken für Offline-Webanwendungen von Spreeblick

July 04, 09:33 AM

Geneppt von 11880?

Ich habe die starke Vermutung, dass ich gerade richtig geneppt worden bin… Vor ein paar Tagen haben wir (das Hotel) Post von der RA Kanzlei Bussek & Mengede aus Berlin bekommen. Demnach sollen wir im März für 2,74€ die Auskunft 11880 in Anspruch genommen haben. Da wir in der Zwischenzeit gemahnt worden sein solllen und die Rechtsanwaltskanzlei als Inkassobüro eingeschaltet wurde, hat sich der Betrag mittlerweile auf knapp 19€ addiert.

Jetzt ist es leider so, dass wir niemals eine Mahnung bekommen haben. Außerdem werden doch solche “Dienste” über die Telekomrechnung abgerechnet, oder etwa nicht? Und diese wird bei uns per Bankeinzug beglichen… Also sollte das doch mittlerweile bezahlt worden sein.

Was tun? Natürlich erstmal bei der Anwaltskanzlei anrufen… Bandansage! Dann natürlich die Telekomrechnung prüfen… Die ist aber beim Buchhalter. Dann eben eine Mail an den Buchhalter schreiben… Der findet den Betrag nicht auf der Rechnung. Dann im Internet nach dieser ominösen Kanzlei suchen… Ein paar Einträge gibts zu 11880 und auch zu Bussek & Mengede, in denen sich Leute über Mahnungen aufregen aber kein Bericht zu Betrug. Dann alte c’ts wälzen, ob da vielleicht was drinsteht… Fehlanzeige.
Nach einer Stunde denkt man sich: Ist es das wert? Soll man sich wegen knapp 19€ das alles antun? Die Telekom anrufen? Eine Berliner RA-Kanzlei anschreiben? Widerspruch gegen die (nicht existente) Rechnung einlegen? Riskieren, dass man wie die armen Leute aus den c’t “Vorsicht Kunde”-Kolumnen endet, die oft nach monatelangem Streit noch kein Recht bekommen? Warten, auf den nächsten Brief, in dem dann gerichtliche Schritte angedroht werden?
Nein ist es nicht. Ich habe also gerade die 19€ bezahlt und fühle mich richtig verarscht. Benutzt ja nie 11880!

June 10, 01:40 PM

Mit Google Maps in San Francisco durch die Straßen laufen?

Das geht jetzt. Bald muss man also wirklich nicht mehr verreisen um Fotos, äh, mit nach Hause zu bringen. Mal sehen, wie lange die Nummernschilder der Fahrzeuge noch lesbar sind. Das gibt sicher Datenschutzprobleme.

May 31, 10:29 AM

Laws of Simplicity

Bei der Entwicklung eines Interfaces für eine Software sollte man auf jeden Fall John Maedas “Laws of Simplicity” berücksichtigen. John Maeda ist Professor am MIT Lab in Boston und forscht nach “generativem Design”. Seine Gesetze gibt es auch in ausführlicherer Form als Buch

Law 1 “Reduce: The simplest way to achieve simplicity is through thoughtful reduction.”
Zu viele Funktionen können eine Oberfläche überfrachten und unübersichtlich machen. Auf der anderen Seite darf man nicht elementare Funktionen weglassen, die der User benötigt. Man muss also eine Balance finden zwischen Komplexität und Einfachheit.

Law 2 “Organize: Organization makes a system of many appear fewer.”
Inhalte müssen geordnet und gegliedert werden. Folgende Fragen sollte man sich dabei stellen: Welche Funktionen kann man verstecken? Wo kann man sie unterbringen? Welche Funktionen passen zu welchen anderen Funktionen - kann man sie sinnvoll gruppieren?

Law 3 “Time: Savings in time feel like simplicity.”

Law 4: “Learn: Knowledge makes everything simpler.”

Law 5: “Differences: Simplicity and complexity need each other.”

Law 6: “Context: What lies in the periphery of simplicity is definitely not peripheral.”

Law 7: “Emotion: More emotions are better than less.”

Law 8: “Trust: In simplicity we trust.”

Law 9: “Failure: Some things can never be made simple.”

Law 10: “The One: Simplicity is about subtracting the obvious, and adding the meaningful.”

May 06, 01:25 PM

Unsere neue Hotel-Website

Es ist Zeit, mal die neue Website unseres schönen Hotels in Mosbach zu verlinken. Die Seite basiert auf Wordpress damit wir schnell neue Inhalte veröffentlichen können. Wöchentlich aktualisieren wir z.B. die Seite mit dem Mittagstisch und auch die Hotelangebote werden sich bestimmt noch häufiger ändern. Insgesamt war die Realisierung relativ schnell gemacht (zwei, drei Wochen). An Plugins verwenden wir nur phpFlickr und an APIs nur Google Maps. Feedback zur Site wäre super, tragt es am besten direkt bei diesem Eintrag ein. Danke!

May 06, 04:46 AM

Wieder was gelernt: Change Management

Im Rahmen ihres Sharepoint-Vortrags gab Judith Schütz auch eine kleine Einführung in das Thema Change Management. Während das den Consultants unter uns sicher ein sehr geläufiger Begriff ist, war mir die hilfreiche Erklärung von Judith Schütz diesen Eintrag wert. Vielleicht hilft es Euch ja auch:

Change Management hat viele Bedeutungen und kann unter anderem mit „Organisationsentwicklung“ übersetzt werden. Die Entwicklung einer Organisation ist normalerweise kein demokratischer Prozess, sondern eine klassische Führungsaufgabe des Managements. D.h. die Vorgaben wohin das Unternehmen geht, macht der “Chef”, nicht das Team. Ein kluger Chef wird aber sein Team fragen, wie das Ziel am besten zu erreichen ist.

Jeder „Change“ oder jede Veränderung ist immer mit einer ordentlichen Portion Unsicherheit verbunden, die man aushalten und vor allem auch an die Mitarbeiter kommunizieren muss. Man soll Sicherheit und Klarheit vermitteln ohne zu verbergen, dass sich während des Prozesses durchaus noch Änderungen ergeben können (Formel: „Wir haben geplant, dass…“)

Widerstände gegen den Veränderungsprozesses werden mit ziemlicher Sicherheit auftreten. Diese kommen von Versagensängsten der betroffenen Mitarbeiter: jeder hat Angst, seine Arbeit in Zukunft nicht mehr so wie bisher bewältigen zu können. Ein guter Change Manager versteht es, diese Ängste in Dynamik umzuwandeln, die den Wechsel unterstützt.

Dabei ist das Gedankenmodell der 4 Zimmer des Change Managements hilfreich, das das emotionale Grundmuster von Personen, die einen Wandel durchlaufen, beschreibt:

  1. Zunächst befinden sich die Mitarbeiter im Zimmer der Zufriedenheit. Dieses Zimmer entspricht dem Alltag; alles ist bekannt und organisiert. Es wird zwar gejammert aber eigentlich will niemand raus. Um die Mitarbeiter aufzurütteln, muss man schon die gravierenden Nachteile des Jetzt den erwarteten Vorteilen der vorgesehenen Veränderung gegenüberstellen und sehr genau erklären, was man sich von den Veränderungen verspricht.
  2. Ist das Projekt erst einmal angestoßen, aber noch nicht bei den Menschen angekommen, befinden sich diese im Zimmer der Verdrängung. D.h. das „Problem“ wird ignoriert nach dem Motto: „Ach, bis jetzt ist noch jedes neue IT-System wieder eingestellt worden.“ Jeder hält sich erstmal bedeckt, denn es besteht die Angst, dass die Mühe, die in den bisherigen Arbeitsplatz geflossen ist, umsonst war, wenn das „Neue“ kommt.
  3. Wenn dann langsam die Arbeit mit dem neuen System anfängt (weil es sich nicht mehr vermeiden lässt), stolpern die User in das Zimmer der Verwirrung. Vieles funktioniert nicht wie gewohnt, manches war anders gewünscht, es herrscht Desorientierung und Lähmung. Es finden viele Meetings statt, in denen Anschuldigungen ausgetauscht werden. Selbstzweifel machen die Runde („bin ich gut genug?“).
  4. Nach den ersten kleinen Erfolgserlebnissen schaffen es einige User ins Zimmer der Erneuerung. Sie sind stolz, ihre Aufgaben nun mit dem neuen System besser erledigen zu können.

Der Gang durch die Zimmer verläuft selten linear aber es gibt keine Abkürzungen. Die Mitarbeiter werden häufig vor und zurück pendeln. Zur optimalen Unterstützung sollten sie immer durch Coaches begleitet werden. Die Coaches müssen beachten, dass sie die Mitarbeiter je nach „Entwicklungsstadium“ anders ansprechen, denn es gibt immer welche, die weiter fortgeschritten sind als andere.

  • Um User aus dem Zimmer der Zufriedenheit aufzuschrecken, muss die Notwendigkeit des Wandels bewusst gemacht werden.
  • User im Zimmer der Verdrängung benötigen erstmal Anerkennung für Ihre bisherigen Leistungen (”Toll was du gemacht hast; wie könnte man das in die zukünftigen Entwicklungen integrieren?”). Man muss Mitgefühl zeigen, dass die Leute schon wieder etwas neuen machen müssen.
  • Im Zimmer der Verwirrung benötigen die Leute v.a. die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches mit anderen Usern; “Wie geht es Dir?”, “Wie hast Du das gelöst?” Ihnen muss Mut gemacht werden; auch bei kleinen Erfolgen!
  • Im Zimmer der Erneuerung brauchen die User Schulungen, Nachschulungen, Evaluationen („Was läuft gut, was fehlt noch?“). Nicht zu lange warten, da ansonsten niemand mehr an Verbesserungen denkt!

Für uns PMs ist dieses Gedankenmodell eine gute Hilfe, wenn es gilt. neue IT-Systeme in Unternehmen einzuführen oder generell, wenn Mitarbeiter, Kunden, Kollegen sich auf eine Veränderung einstellen sollen. Dann wird aus jedem von uns ein kleiner Change Manager, der die vier Zimmer im Hinterkopf haben sollte.

PS: Die vier Zimmer helfen auch, eigene Verhaltensweisen angesichts bevorstehender Veränderungen besser zu verstehen. Probiert’s mal aus…

April 20, 12:07 PM

Sharepoint - Dichtung und Wahrheit

Ein weiterer Teil aus dem Vortrag von Judith Schütz war die kritische Betrachtung einiger Mythen, die Sharepoint vorauseilen:

  • “Sharepoint ist so toll, so modular, so gut anzupassen usw. wir können alles machen”
    Durch diese weit verbreitete Auffassung besteht die Gefahr, viel zu schnell in ein Projekt zu gehen, ohne die Projektziele genau geklärt zu haben. Auf jeden Fall sollte man Workshops mit den Stakeholdern veranstalten, um sich klar zu werden, was überhaupt erreicht werden soll.
  • “Sharepoint ist den Usern vertraut, da die User Microsoft Office kennen”
    Das stimmt für einzelne Funktionen. Jedoch ist Sharepoint ein Tool zur Unterstützung von Arbeitsabläufen. Und diese ändern sich durch Sharepoint grundlegend und erfordern dementsprechenden Schulungsbedarf.
  • “Sharepoint ist schnell eingeführt”
    Der Teufel liegt im Detail; wenn man genau verstehen will, wie die User arbeiten und sie optimal unterstützen möchte, kann die Einführung von Sharepoint sehr zeit- und ressourcenintensiv werden.
  • „Sharepoint spart Speicherbedarf”
    Da die Arbeit mit Fileshares reduziert wird, kann Sharepoint in der Tat Speicherplatz einsparen. Benutzt man allerdings die Möglichkeiten der Offline-Synchronisation kann Sharepoint allerdings nach einiger Zeit wesentlich mehr Speicherplatz verschlingen. Dies macht striktes “Lifecycle Management” nötig. So sollte es z.B. einen Prozess zur Löschung ungenutzter Workspaces geben.
  • “Sharepoint vereinfacht die Organisation, also brauchen wir keine Organisationsrichtlinien und Arbeitsmethoden mehr”
    Auch das stimmt nicht. Sharepoint ist ein statisches Instrument und alles was rundherum passiert, spiegelt sich darin. “Mist in, Mist out” gilt auch für Sharepoint.
April 20, 11:48 AM

Wie man Sharepoint in eine Organisation einführt

Da bei Spirit Link vermehrt Sharepoint-Projekte auftreten, habe ich mich vor einigen Wochen mal auf die Suche nach Blogs und Podcasts zu dem Thema gemacht. Einen guten Podcast zum Thema bietet Michael Greth, ein Microsoft Most Valuable Professional.

In den Folgen 66, 67 und 68 hat er einen sehr interessanten Vortrag von Judith Schütz, einer Schweizer Unternehmensberaterin, online gestellt. Sie betrachtet Sharepoint nicht in erster Linie als IT-Thema sondern stellt vielmehr die damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen in den Vordergrund.

Auf den Punkt gebracht lautet Ihre Aussage, dass eine Sharepoint-Einführung nur zu 20% etwas mit IT zu tun hat. 80% des Aufwands gelten der Organisationsentwicklung bzw. dem Change Management, denn „Wenn das Potenzial von Sharepoint realisiert werden soll, muss man sich fragen was heißt das für die Organisation, für die Art und Weise wie wir zusammenarbeiten und wie wir führen im Unternehmen?“

Die Tatsache, dass man niemals das Potential von Sharepoint (oder irgendeiner anderen Software) realisieren kann, wenn man den Leuten nicht erklärt, wie sie in ihrer Organisation mit dem neuen Tool arbeiten sollen, liegt meiner Meinung nach auf der Hand. Beispiel Collaboration: Wenn die Leute die Collaboration-Philosophie von Sharepoint nicht intus haben, werden sie sich weiter Dateien gegenseitig per Mail zuschicken, anstatt sie in einem Sharepoint-Workspace gemeinsam zu bearbeiten.

Dieser Eingewöhnungsprozess betrifft alle Ebenen des Unternehmens bis hin zum persönlichen Desktop des Mitarbeiters. Ja, dem Desktop: Die Mitarbeiter müssen die gesamte Bedienung von Outlook, Word, Excel, Powerpoint & Co. nach der Einführung von Sharepoint überdenken, da sich das System auch dort einklinkt. Bislang ließ man den Desktop der User weitgehend unangetastet.

Kurz gefasst, gilt es

  • die User im Umgang mit der neuen Software umfassend zu schulen. Es reicht nicht aus, lediglich die neuen Funktionen vorzustellen. Die ganze Arbeitsweise des Mitarbeiters muss überdacht und neu trainiert werden (mögliche Themen: “Richtige Nutzung eines Online-Meeting-Spaces”, „Online Entwicklung eines Dokuments im Team“, “Führung virtueller Teams”)
  • frühzeitig Spielwiesen bereit zustellen. Bestimmte Bereiche des Unternehmens eignen sich besonders für Pilotprojekte - damit sollte man starten; Die User und auch die Implementierer sammeln so schrittweise Erfahrung und dienen als Multiplikatoren. Wichtig ist, dass Coaching stattfindet und die Erfahrungen aus den Pilotprojekten zurück ans Entwicklungsteam fließen.
  • die Gesamtorganisation - wenn nötig - anzupassen. Oftmals müssen Workflows der Organisation angepasst werden, wenn sich neue technische Möglichkeiten ergeben. Dies kann schwierig sein, wenn das Commitment der GF nicht vorhanden ist. (Und zudem wird dieser Punkt meistens in Budgets vergessen.)

Fazit: Sharepoint kann zwar vieles, ist aber sicher kein Selbstläufer.

April 20, 11:31 AM

Corporate Blogs gibt es bald nicht mehr…

…wenn man Artikeln wie diesem in der Computerwoche glaubt. Eine gute Replik dazu findet sich hier bei Klaus Eck. Außerdem hat er mal wieder neue Zahlen zur Siemens-Blogosphäre.

April 04, 03:59 AM

Desktop User Experience mit Vista…

…anhand einiger Demos in diesem Video bei Robert Scoble. Man sieht, dass da bei Desktop-Applikationen noch einiges Potential im UX-Bereich brachliegt.

April 03, 12:19 PM

Innovationsmanagement: So sammeln Firmen heute Ideen ihrer Kunden ein

Dell hat eine neue Website namens Dell Idea Storm gelauncht, auf der User Verbesserungsvorschläge posten können und wie bei Digg “promoten” können. Auf den ersten Plätzen liegen ein paar Ideen, die ich den Leuten bei Dell nach unserem letzten PC-Kauf dort auch sagen wollte, z.B.: Wir (Endverbraucher) wollen keine Software auf dem Computer, die wir nicht bestellt haben (sprich: AOL, Google Toolbars usw.) und der Shop sollte dringend benutzerfreundlicher werden und nicht primär in Dell Produktlinien sortiert sein.
Ich denke, dass Dell so auf die denkbar günstigste Weise an relevante Ideen der Kunden kommt und so jede Menge Marktforschung einsparen kann. Ich mag die Einfachheit der Idee: Die User können einfach Ideen posten und abstimmen. Zu jedem Punkt können Diskussionen geführt werden. Fertig. Wäre das auch eine Möglichkeit für Innovationsmanagement innerhalb einer Firma?

February 19, 10:17 AM

Yahoo Pipes: Grafischer Editor zum Basteln von … “Pipes”

Dieses neue Produkt von Yahoo lässt sich schwer einordnen. Es handelt sich um einen grafischen Editor (Flash), mit dem man hauptsächlich Feeds aber auch andere Web-Services direkt ansprechen und deren Output hintereinanderschalten kann (das Ergebnis nennt sich “Pipe”). Hier ein Beispiel, in dem diverse Websites nach Begriffen durchsucht, die Suchergebnisse gemischt und nach einer Sortierung ausgegeben werden. Das Ergebnis kann man sich dann wiederum als Feed abonnieren. So entsteht mit ein paar Mausklicks der persönliche News-Aggregator.


Fertige Pipes können gespeichert, veröffentlicht und geklont werden, so dass man bei Pipes anderer Leute nachsehen kann, wie diese erstellt wurden und sie für eigene Zwecke weiterentwickeln kann. Außerdem können fertige Pipes als Baustein in einer größeren Pipe (=Applikation) dienen.

Anleitungen und Reviews bei O’Reilly Radar

February 13, 12:15 PM

100 Alternative Search Engines

Diese Liste oder wenigstens die Tipps des Autors, sollte man sich anschauen wenn man eine Vielzahl von Ideen rund um Suchmaschinen erkunden möchte oder einfach genug vom Marktführer Google hat. Danke an Ingo (der keinen Blog hat).

February 06, 03:28 AM

Erlebnisse mit der T-Com

Gestern wollte ich Informationen über einen bestehenden Vertrag bei der T-Com einholen. Dazu muss man wissen, dass wir als Hoteliers nun Geschäftskunden sind. Das lief so ab:

  • Zuerst rufe ich bei der auf dem Vetrag angegebenen Nummer des T-Punkts an (Kundenberater), einer “echten” Telefonnummer und bin optimistisch, mit einer “realen” Person sprechen zu können. Leider liefert die Nummer nur eine automatische Ansage, dass sich die Nummer geändert habe. Man solle nun bei einer Hotline anrufen. Nennen wir diese Hotline mal Hotline A.
  • Erster Anruf bei Hotline A: Leider handelt es sich bei Hotline A um die Hotline für Privatkunden. Die Mitarbeiter dort haben keinen Zugriff auf Daten für Geschäftskunden (”unter ihrer Kundennummer kann ich nichts finden”). Hotline A gibt mir die Nummer von Hotline B.
  • Zweiter Anruf bei Hotline A: Leider hat mir Hotline A nicht die Nummer von Hotline B gegeben, sondern erneut die Nummer von Hotline A, was ich in der Eile nicht bemrkt habe. Nach einigen Minuten mit einer automatischen Ansage und dem netten Gespräch mit einer Betreuerin erfahre ich die richtige Nummer von Hotline B.
  • Hotline B stellt sich ebenfalls als Hotline für Privatkunden heraus, was mich zum ersten mal zum Verzweifeln bringt. Denn auch die Mitarbeiter dort haben keinen Zugriff auf meine Daten. Ich gebe auf und versuche mein Glück im Internet. Auf der Website der T-Com finde ich erneut die Nummer von Hotline A, die “für überwiegend geschäftlich genutzte Anschlüsse” zuständig sei.
  • Dritter Anruf bei Hotline A: Die jetzige Betreuerin hat wieder keinen Zugriff auf meine Daten, gibt sich aber Mühe und versucht “was herauszufinden”. Nach gefühlten zehn Minuten Warteschleife rückt sie die Nummer eines sogenannten “Firmenteams” heraus.
  • Anruf beim Firmenteam: Der dortige Gesprächspartner lästert erst einmal über Hotline A und Hotline B, die ohne Zweifel für mich zuständig seien. “Manchmal denke ich, die haben keine Lust”. Er verweist mich wieder an Hotline A und empfiehlt mir, erst wieder am nächsten Morgen dort anzurufen (es ist 17:15 Uhr) - “dann seien die Chancen besser”. Er gibt mir zur Sicherheit aber auch die Nummer des Chefs der Abteilung die für mich zuständig sei. (Er selbst hatte übrigens auch keinen Zugriff auf meine Daten.)
  • Anruf beim Chef: Der “Chef von Hotline A” erweist sich als ein normaler Mitarbeiter in Saarbrücken, der mich darauf hinweist, dass es nicht zulässig sei, direkt bei ihm anzurufen weil es ja die Hotlines gäbe. Aber er erklärt sich bereit mir zu helfen, schließlich seien ja lle etwas durcheinander wegen den Umstrukturieren und so weiter. Er ist der erste Mitarbeiter, der Zugriff auf meine Daten hat und gibt mir die gewünschten trivialen Informationen - Tarifart, Vertragslaufzeit usw. Ich bedanke mich bei ihm und bezeichne ihn als meinen “Retter”.

So, und jetzt muss ich nur noch bei T-Online anrufen, weil man sich über T-DSL Verträge bei der T-Com nicht informieren kann. “Unter dieser Kundennummer kann ich leider nichts finden, die ist von T-Online.”

February 02, 04:21 AM

“95% von allem ist Schrott”

…außer diesem Interview mit Tim O’Reilly, dem Erfinder des Web 2.0. (Bei dem Zitat handelt es sich übrigens um Sturgeon’s Law, siehe Artikel).

January 23, 03:03 PM

Unsere Stellenanzeigen

Jetzt auch bei Hotel-Career.de.

January 09, 03:31 PM

Wir sind jetzt (auch) Hoteliers und stellen ein!

Wir sind zurück aus der Weihnachtspause mit einer echten Überraschungsmeldung: Ich habe während der Weihnachtspause das Hotel-Restaurant meines Vaters in Mosbach (Odenwald) überschrieben bekommen und somit sind Martina und ich “über Nacht” zu (Teilzeit-)Unternehmern geworden. Spirit Link, unser Arbeitgeber in Erlangen, unterstützt uns bei unserer neuen Aufgabe sehr und hat es ermöglicht, dass wir im ersten Quartal 2007 eine Dreitagewoche bekommen, so dass wir beide Tätigkeiten für die Einarbeitungs- und Übergangszeit gut vereinbaren können.

Es gibt einiges zu tun, da wir zusammen mit unserer neuen Hoteldirektorin ein komplett neues Team aufstellen werden, d.h. wir stellen ein und schaffen neue Arbeitsplätze! Zu diesem Zweck gibt es bereits eine Bewerbungswebsite im komplett neuen Corporate Design von Martina.

Also: Wenn Ihr Bekannte habt, die einen Job als Koch (m/w), Kellner (m/w), Hauswirtschafter (m/w), Küchenhilfe (m/w) oder Service-Aushilfe (m/w) suchen, bitte weist sie auf unsere Site hin oder sprecht uns direkt an. Wir sind ein junges Team, das zusammen etwas Besonderes aus unserem traditionsreichen Fachwerkhotel machen möchte.

Wir werden sicher noch einiges über unsere Erfahrungen als Geschäftsführer hier berichten, also immer mal wieder reinschauen.

January 06, 07:54 AM

Krankenhäuser und Social Media

Unglaublich umfangreiche Liste mit

  • 351 Hospitals total
  • 174 YouTube Channels
  • 174 Facebook pages
  • 253 Twitter Accounts
  • 31 Blogs

Nur falls die Pharmakunden fragen, ob Ihre Kunden sich überhaupt mit Social Media auskennen.

September 10, 11:52 AM

Unerwünschte Nebenwirkungen

Und schon wieder ein Artikel bei Dose of Digital, den ich hier verlinken will: “The myth of adverse event reporting”. Die Fakten aus dem Text, die sich allerdings alle auf die USA bzw. Regeln der FDA beziehen:

  • Laut einer Nielsen-Untersuchung enthalten nur 0.02% aller Posts in Gesundheitsforen meldepflichtige Nebenwirkungen.
  • Der Grund hierfür ist, dass eine meldepflichtige Nebenwirkung bestimmte Kriterien erfüllen muss, die nur selten alle erfüllt sind.
  • Ist ein Produkt schon mehrere Jahre auf dem Markt, gelten ziemlich lange Meldefristen für weniger schlimme Nebenwirkungen (quartalsweise) und auch für schlimme Nebenwirkungen hat man 15 Tage Zeit.

Hat jemand die gleichen Daten für Europa bzw. Deutschland?

Meiner Einschätzung nach haben diese Zahlen allerdings wenig Auswirkungen auf die Durchführung von Onlineprojekten. Selbst wenn es nur 0,02% aller Posts beträfe, so bleibt es doch dabei, dass JEDER Post gelesen und bewertet muss.

Das heißt am Betreuungsaufwand (und damit an den Kosten) für die Agentur oder das Pharmaunternehmen ändert sich nichts. Auch die Reaktionszeiten, die gewährleistet werden müssen, ändern sich nicht, da es sich ja theoretisch immer um eine schlimme Nebenwirkung handeln kann.

Dazu kommt, dass manche unserer Kunden strengere Regeln für die Klassifizierung von Nebenwirkungen haben, als die FDA. So müssen wir der Safety-Abteilung eines Pharmaunternehmens auch Meldungen über bereits bekannte Nebenwirkungen unverzüglich mitteilen, sobald diese im Forum einer Patientenwebsite auftauchen.

September 06, 08:20 AM

Communities vs. Channels

Interessante Begriffsunterscheidung bei Dose of Digital: Communities vs. Channels. Während in Communities alle Diskussionsteilnehmer gleiche Rechte haben (jeder kann mitreden), gibt es in Channels nur eine kleine Gruppe (z.B. Experten), die Content veröffentlichen und alle anderen dürfen nur kommentieren.

Das ist ein großer Unterschied, den ich in der Vergangenheit nicht gemacht habe. Wir haben einige Projekte umgesetzt, die eigentlich in die Channel-Kategorie fallen, aber trotzdem “Community” drauf geschrieben.

Dabei ist die Unterscheidung wichtig, da es gerade für Pharmaunternehmen viel leicht sein dürfte “Channels” umzusetzen, da hier die Kontrolle der eingestellten Inhalte leichter fällt (natürlich braucht man immer noch jemanden, der das Housekeeping übernimmt und z.B. Kommentare überwacht).

Außerdem ist der Nutzen eines Channels, in dem Experten zu einer bestimmten Krankheit Tipps und Ratschläge geben, sicher ungleich höher als eine Community zum gleichen Thema, in der die Expertise eines Community-Mitglieds nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. (Klar, es gibt auch in Communities Mechanismen, um Mitglieder als “Experten” zu markieren, aber ist das dann nicht auch wieder ein “Channel”?).

Also: Ich werde versuchen, das Wort in meinen Sprachgebrauch aufzunehmen oder zumindest die konzeptionelle Abgrenzung verinnerlichen. Der Communitybegriff ist so weit verbreitet, dass es schwierig sein wird, den zu vermeiden…

September 04, 10:54 AM

Teddykrankenhaus – Kindern die Angst vorm Krankenhaus nehmen

Die AOK-Rheinland bringt Kindern im Alter von 3-6 Jahren in einer “Teddyklinik” bei, wie Krankheiten behandelt werden. Die Kinder bringen ihre Stofftiere mit und dürfen sich Krankheiten oder Verletzungen ausdenken, die dann von den “Ärzten” behandelt werden. (Einer der Teddybären wurde beispielsweise vom Traktor überfahren.)

Ziel ist, dass die Kinder einen Behandlungsablauf im Krankenhaus erleben ohne selbst betroffen zu sein. Dadurch sollen Ängste gegenüber dem Krankenhaus und Ärzten abgebaut werden.

Ich finde diese Idee toll, da wir mit unserem kleinen Sohn auch schon im Krankenhaus waren und diese ganzen Prozeduren, Apparaturen und Menschen in komischen Kleidern wirklich große Angst ausgelöst haben. Nachts in einem dunklen Flur vor einer Labortür mit “Biohazard”-Schildern zu stehen und dabei ein krankes Kind im Arm zu haben, ist auch für die Eltern nicht erbaulich. Da kann so ein Teddykrankenhaus bestimmt einen kleinen Beitrag leisten, um zu zeigen, dass das alles gar nicht so schlimm ist.

Siehe Bericht im Deutschlandfunk

July 16, 05:28 AM

Idee: Wii Fit für HC-Marketing

Habe gerade eine interessante Idee bei Dose of Digital gefunden, nämlich die Spieleplattform Wii Fit als Marketinginstrument zu nutzen.

HC-Unternehmen könnten Spiele herstellen, die den Benutzern gleichermaßen Spaß machen UND ihre Gesundheit fördern. Die Spiele könnten zudem die Compliance der Benutzer verbessern, indem z. B. gute Ernährung oder regelmäßige Medikamenteneinnahme trainiert werden.

Generell finde ich die Idee gut, dass HC-Unternehmen den Verbrauchern mehr Tipps geben sollten, so dass sie gar nicht erst Medikamente benötigen bzw. schneller absetzen können. Das brächte sicherlich viele Imagepunkte in der Öffentlichkeit.

Ein Beispiel dafür ist die Kampagne von Tylenol, die den Verbrauchen zeigt, was man tun muss, um Kopfschmerzen (gegen die Tylenol hilft) zu vermeiden:

June 02, 06:12 AM

Twitter aus der OP

Die Twitter-Manie ergreift langsam auch die Medizin. In einer Stunde beginnt die Live-Berichterstattung via Twitter aus einem Operationssaal des Children’s Medical Center in Dallas, wo einem 3-jährigen eine Niere transplantiert wird.

Wer die Familie des Kindes kennen lernen möchte, kann im Blog des Krankenhauses nachschauen. Das Krankenhaus will so auf die Situation vieler Transplantationspatienten aufmerksam machen.

The family has been so gracious with their story. They’re eager to share their experience if it helps raise awareness for organ donation. They’ve even agreed to allow us to Twitter from the operating rooms.

Representatives from the public relations departments at UT Southwestern Medical Center and Children’s will feed you real-time updates on Chris’s and John’s surgeries on the Children’s Twitter page, starting at 6 a.m. Monday. And we’ll capture every moment of the day, from pre-surgery to recovery, because we know you’re eager to hear the happy ending of this family’s story just like we are.

Danke an Ralf.

Update 17:23 Uhr: Die OP läuft.

 

May 18, 05:43 AM

Pharmawebsites in der Kritik

Am vergangenen Montag sendete “Report Mainz” einen Beitrag über die “verantwortungslosen Kampagnen der Pharmaindustrie” für FSME-Impfungen. Diese würden die Angst vor FSME ungerechtfertigter weise schüren, um dem Umsatz mit FSME-Impfungen zu stimulieren.

Angesichts von nur 300 FSME-Fällen pro Jahr in Deutschland seien die Kampagnen maßlos übertrieben und verschleierten die tatsächliche Gefahr die durch Zecken ausginge, nämlich der Borreliose-Erkrankung. Um dem Thema Nachdruck zu verleihen, wurde ein Kind gezeigt, das durch eine FSME-Impfung schwere Schädigungen erlitten hat, obwohl es in einem Gebiet lebt, wo es gar keine FSME gibt.

Gezeigt wurden die Websites zecken.info (Novartis Behring) und zecken.de (Baxter). Der Vorwurf lautete, dass beide Web-Angebote die Angst vor FSME schürten und die möglichen Nebenwirkungen der Impfungen verschwiegen. Beide Unternehmen nahmen nur schriftlich Stellung. Interessant bei zecken.de: Die Website wirbt mit der Note 1,7 von Stiftung Warentest (für medizinische Informationen im Internet). Allerdings stammt diese Wertung aus dem Jahr 2001.

Meiner Meinung nach kam in dem Bericht die Rolle des Arztes viel zu kurz. Hätte nicht der Arzt die Eltern auf die möglichen Risiken und Nebenwirkungen und vor allem auf die geringe Sinnhaftigkeit der FSME-Impfung (im Falle des Kindes) hinweisen müssen?

Videobeitrag von Report Mainz

May 09, 07:37 AM

Krankenhaus-Horror

Drastischer Artikel einer SPIEGEL-Redakteurin über ihre Erlebnisse in einer Uni-Klinik.

March 24, 11:02 AM

Bavaria

limonat.de hat ein Foto gepostet:

October 31, 05:22 PM

Walking into the sky

limonat.de hat ein Foto gepostet:

October 31, 05:09 PM

Antique

limonat.de hat ein Foto gepostet:

September 06, 08:30 AM

Antique Bedroom

limonat.de hat ein Foto gepostet:

September 06, 08:30 AM

CIMG7688

limonat.de hat ein Foto gepostet:

July 11, 08:28 AM

water lily

limonat.de hat ein Foto gepostet:

July 11, 08:28 AM

Life

limonat.de hat ein Foto gepostet:

July 11, 08:06 AM

Yellow Sky

limonat.de hat ein Foto gepostet:

Yellow sky - seen from our balcony in Erlangen, Germany

July 11, 08:06 AM

German Kitsch 1

limonat.de hat ein Foto gepostet:

July 17, 04:31 AM

German Kitsch 2

limonat.de hat ein Foto gepostet:

July 17, 04:31 AM

Sunflowers

limonat.de hat ein Foto gepostet:

September 19, 12:17 PM

Spring Flower

limonat.de hat ein Foto gepostet:

September 19, 12:16 PM

Platinum sky

limonat.de hat ein Foto gepostet:

Another one from our hut series. A great photo motive.

May 05, 11:34 AM

Like water colours

limonat.de hat ein Foto gepostet:

This mountain in Austria appears to be drawn in water colours since we took the photo in a moving vehicle.

May 05, 11:34 AM

Powdered sugar...

limonat.de hat ein Foto gepostet:

A 3000m-mountain in South Tyrol (Königsspitze).

January 13, 03:14 AM

...and an icy slope.

limonat.de hat ein Foto gepostet:

A black-level skiing slope on a cool winter day.

January 13, 03:14 AM

Christmas greetings

limonat.de hat ein Foto gepostet:

We wish you happy holidays!

December 17, 01:50 PM

More christmas greetings

limonat.de hat ein Foto gepostet:

December 17, 01:49 PM

Golden sky

limonat.de hat ein Foto gepostet:

December 09, 08:29 AM

Ink spots

limonat.de hat ein Foto gepostet:

What do you see? The vase or the faces?

December 09, 08:29 AM

How I Fight MS

Patientenblogs gesponsert von Merck Serono über MS
May 21, 05:38 AM

Cancer United - Fake Cancer Group by Roche

Eine scheinbar unabhängige Initiative, die komplett von Roche finanziert wurde (Bericht im Guardian)
May 17, 06:15 AM

Accu-Chek Diabetes Management

Sehr sexy Patientenwebsite
April 19, 10:05 AM

Beschlüsse und Entschließungen des Düsseldorfer Kreis

U.a. mit den Regelungen zur Erfassung von Nutzerdaten auf Webangeboten
April 14, 06:19 AM

American Well

Online Care Provider in the US
April 12, 04:01 PM

HealthGrades - Research Hospitals, Doctors and Nursing Homes

Größtes US-Rating Portal für Ärzte und Krankenhäuser
April 12, 03:48 PM

DestinationRx - Compare Prices and Shop for Prescription Drugs

Amerikanische Site zum Preisvergleich und Einkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten
April 12, 03:47 PM

Orphanet

Portal der EU zu Orphan Diseases
April 12, 03:44 PM

DoubleCheckMD

Portal zur Prüfung möglicher Medikamenteninteraktionen / -nebenwirkungen
April 12, 03:36 PM

INKA - das Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige

Erste deutsche Onkologie-Community, gegründet 1996
April 12, 03:28 PM

iMedicalApps.com - iPhone / iPad Medical Apps Review

Reviews von iPhone und IPad-Applikationen von Ärzten
April 12, 05:25 AM

Medpedia - Medizinische Wikipedia

Sehr gut gemachte Wikipedia zu medizinischen Themen inklusive Patientencommunities - unterstützt von Stanford, Haravrad & Co.
April 12, 04:59 AM

Screenshot: Thu, 22 Jul 2010



July 22, 08:33 AM

Screenshot: Thu, 22 Jul 2010



July 22, 08:30 AM

Screenshot: Thu, 22 Jul 2010



July 22, 08:15 AM

Screenshot: Thu, 22 Jul 2010



July 22, 08:12 AM

Screenshot: Wed, 14 Jul 2010



July 14, 03:57 PM

Screenshot: Sun, 30 May 2010



May 30, 02:43 PM

Screenshot: Sat, 17 Apr 2010



April 17, 04:16 PM

Screenshot: Sun, 11 Apr 2010



April 11, 10:44 AM

Screenshot: Mon, 29 Mar 2010



March 29, 03:58 PM

Screenshot: Mon, 29 Mar 2010



March 29, 03:45 PM

Screenshot: Mon, 29 Mar 2010



March 29, 03:14 PM

Screenshot: Mon, 29 Mar 2010



March 29, 03:12 PM

Screenshot: Thu, 04 Mar 2010



March 04, 08:31 AM

Screenshot: Tue, 02 Mar 2010



March 02, 02:29 PM

Screenshot: Mon, 01 Mar 2010



March 01, 03:16 PM

Screenshot: Mon, 01 Mar 2010



March 01, 08:42 AM

Screenshot: Mon, 01 Mar 2010



March 01, 08:18 AM

Screenshot: Mon, 01 Mar 2010



March 01, 07:39 AM

Screenshot: Sun, 28 Feb 2010



February 28, 05:15 AM

Screenshot: Sat, 13 Feb 2010



February 13, 03:25 PM

Alle Webaktivitäten von Martina und Heiko Pröger an einer Stelle. Viel Spaß!